2021 mit Amazon starten | Mit der Amazon FBA Checkliste zum eigenen Business

Du möchtest damit starten, Produkte bei Amazon verkaufen? Dann schaue dir unbedingt unsere Amazon FBA Checkliste an, damit du bei der Firmengründung für Amazon nichts übersiehst.

Und los geht’s:

Start der Amazon FBA Checkliste:
Gewerbe anmelden / Firma gründen

Bevor du mit dem Verkauf auf Amazon beginnst, musst du ein Gewerbe anmelden. Du kannst zu Beginn mit einem Einzelunternehmen starten oder gleich eine GmbH gründen. Das Einzelunternehmen kann schnell und günstig gegründet werden, jedoch haftest du mit deinem Privatvermögen. Für eine GmbH benötigst du viel Startkapital, hast aber den Vorteil, dass du nicht mit deinem Privatvermögen haften musst. Ich persönlich, so wie viele unserer Kunden, sind mit einem Einzelunternehmen gestartet. 
Tipps dazu gibt es für Österreich bei der WKO, und für Deutschland zum Beispiel hier.

Firmenkonto eröffnen

Weiter zum nächsten Punkt in der Amazon FBA Checkliste: Für eine GmbH musst du ein Firmenkonto haben. Bei einem Einzelunternehmen kannst du alles Geschäftliche vom Privatkonto regeln. Es empfiehlt sich jedoch auch beim Einzelunternehmen ein Geschäftskonto zu eröffnen um den Überblick zu bewahren.

Steuerberater

Sehr oft lese ich in Facebook Beiträgen immer wieder dieselbe Frage: “Brauche ich einen Steuerberater für Amazon?” JA brauchst du! Es sei denn, du hast Buchhaltung gelernt, kennst dich mit grenzüberschreitenden Verkäufen und Lagerungen aus und bist fit in Sachen Umsatzsteuervoranmeldung. Achte bei der Auswahl deines Steuerberater für Amazon FBA, dass er sich in diesem Bereich auskennt und geeignete Tools hat, um die Zahlen von Amazon bzw. von deinem Rechnungstool (wie zum Beispiel AMAINVOICE oder Billbee) ohne Aufwand importieren kann.

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Bildquelle: pixabay.com

Umsatzsteuer ID und Steuernummer beantragen

Um deine Steuern ordentlich abzuführen benötigst du eine UID Nummer und Steuernummern. Für deutsche Unternehmer reicht eine deutsche UID Nummer. Österreicher brauchen zusätzlich noch eine österreichische UID Nummer.

Aktuell verlangt Amazon auch immer öfters die österreichische UID Nummer von deutschen Sellern, die viel Umsatz in AT machen. Informiere dich deshalb über die Lieferschwellen und behalte die Lieferschwellengrenze für Österreich im Auge. Sonst kann es dir passieren, dass Amazon dein Konto vorübergehend deaktiviert, bis du die österreichische UID hochladen kannst.

Macht die Kleinunternehmerregelung bei Amazon Sinn?

Nein, definitiv nicht. Die Kleinunternehmerregelung ist für klassische Dienstleister im B2C-Bereich, die ohne hohen Wareneinsatz arbeiten und ihre Umsätze sehr genau prognostizieren und planen können. Für den Onlinehandel ist diese Regelung aber nicht sehr sinnvoll. Die Nachteile und Risiken können die Vorteile sehr schnell überlagern. Mehr dazu findest du in diesem spannenden Blogbeitrag von Taxdoo.

EORI Nummer beantragen

Die EORI Nummer benötigst du, um Waren von Drittländern in die EU zu importieren. Beim Import braucht der Zoll bzw. dein Spediteur deine EORI Nummer. Anlaufstelle: DE: Zoll / AT: Finanzamt

EAN Nummern kaufen

EAN Nummern ( DE / AT / NL ) auch GTIN Nummern, sind für die typischen Barcodes auf den Produkten notwendig. Um Produkte verkaufen zu können, müssen diese über einen solchen Barcode verfügen. Damit können die Amazon Produkte deinem Unternehmen zugeordnet werden. Achtung! Ab und an nimmt Amazon die EAN Nummern nicht an. Versuche, eine 0 davor zu setzen und “GTIN” auszuwählen. Wenn das nicht klappt, kannst du auch bei GS1 ein “Echtheitszertifikat” anfordern und das an Amazon senden um zu beweisen, dass die EAN neu und in Ordnung ist. Die EAN Nummer ist ein sehr wichtiger Punkt der Amazon FBA Checkliste.

Produkt mit USPs finden

Auf Amazon reicht es nicht mehr einfache Standardprodukte zu verkaufen. Du brauchst Produkte mit USP’s (Alleinstellungsmerkmale), die sich von der Konkurrenz abheben.

Markennamen finden und überprüfen

Wenn du dich für ein Produkt entschieden hast, benötigst du einen passenden Markennamen. Prüfe unbedingt, ob der Name noch frei ist. Recherchiere z.B. auf TM View. Damit dir niemand deine Marke oder dein Produkt nachmachen kann, ist es ratsam deine Marke zu registrieren. Das bringt dir auch auf der Plattform Amazon einige Vorteile. Z.B. kannst du danach Enhanced Brand Content bzw. die A+ Inhalte nutzen. Mehr Informationen zur Markenanmeldung findest du hier in unserem Blogbeitrag.

Logo designen

Das Logo steht entweder auf dem Produkt und/oder auf der Verpackung. Du kannst das Logo selber designen, oder lagerst es einfach aus. Kostengünstige Logos erhältst du auf Fiverr oder bei 99Designs.

Hersteller finden

Nun benötigst du einen passenden Hersteller für dein Produkt, im nächsten Schritt der Amazon FBA Checkliste. Gehe dazu einfach auf die Plattform Alibaba. Dort gibt es beinahe für jedes Produkt eine zahlreiche Auswahl an Herstellern. Natürlich sind da auch schwarze Schafe dabei, weshalb du immer darauf achten musst, eine Auftragsvereinbarung unterzeichnen zu lassen.  Europäische Alternativen: Zentrada und Wer Liefert Was.

Samples bestellen

Am besten bestellst du dir mehrere Samples von verschiedenen Herstellern, mit denen der Kontakt gut ist. Dann kannst du die Produktqualität besser vergleichen.

Richtige Zolltarifnummer finden

Produkte müssen beim Import verzollt werden. Um die richtige Zolltarifnummer und den dazu passenden Zollsatz zu finden, kannst du selbst recherchieren. Oder auch den Zoll anschreiben, die geben dir gerne Auskunft. Für 100% – Aussagen gibt den vZTA – Service: in DE / in  AT

Samples testen

Nachdem du Samples von den Herstellern bekommen hast, musst du diese noch testen. Vergleiche die Qualität auch mit Konkurrenz Produkten auf Amazon. Es ist von Vorteil, wenn du dich in der Nische deines Produktes auskennst. Denke daran, die Kosten für die Samples und die dazugehörigen Rechnungen sorgfältig aufzubewahren um sie mit in die Buchhaltung zu nehmen.

Details mit Hersteller regeln

Nun wirst du noch Details, Änderungen und Preise mit den Herstellern verhandeln. Damit du dein perfektes Produkt auf den Markt bringen kannst. Fixiere die Details auf jeden Fall in einer Art Vertrag, auf der Rechnung oder in einem Feed, den du und dein Hersteller einsehen können.

Produkte bestellen

Dann kannst du deine erste Lieferung bestellen. Bei höheren Bestellsummen ist es üblich die Zahlung zu splitten. Zum Beispiel 30% Anzahlung und 70% nach der Verladung am Hafen. Bei geringeren Beträgen kann es auch sein, dass du alles im Voraus bezahlen musst. Für größere Beträge empfiehlt sich ein Zahlungsdienstleister wie z.B. Transferwise (Neu: Wise) zu verwenden. Bitte achte darauf ein PO Agreement, also eine Auftragsvereinbarung zu erstellen und vom Supplier unterzeichnen zu lassen. Darin sollten alle Merkmale und Details zur Bestellung notiert sein.

Produkt auf den Marktplatz und ins Lager bringen:
Transport organisieren

Im nächsten Abschnitt der Amazon FBA Checkliste geht es darum den Warentransport zu organisieren. Den Transport kannst du entweder über Luft (Express oder „Normal“), Schiff oder Zug durchführen lassen. Entweder du lässt das einen Transportdienstleister wie DHL, TNT usw. machen. Oder du regelst den Transport über einen Logistiker. Wir können dir dafür Michael Meyer von MegaLog (Schiff-Import) oder den Transporteur Dachser (Luftfracht) empfehlen.

Amazon Account eröffnen

Während deine Ware in der Produktion ist, kannst du deinen Seller Account eröffnen. Der Account kostet dich ca. 39€ Grundgebühr pro Monat.

Listing erstellen

Nun hast du Zeit für Amazon SEO, also dein Produkt Listing zu erstellen. Auch dieser Punkt der Amazon FBA Checkliste darf auf keinen Fall vernachlässigt werden. Darunter fallen Bilder, Titel, Bullet Points und die Beschreibung. Vergiss die Keyword Recherche nicht. Dein Listing optimierst du dann auf die Haupt Keywords. Du kannst natürlich auch dein Amazon Listing erstellen lassen – wir übernehmen das gerne für dich, sodass du gleich mit dem besten Listing ins Rennen gehen kannst.

Rechnungssoftware einstellen

Wenn ein Kunde gekauft hat, musst du ihm eine Rechnung zusenden. Das kannst du automatisiert über eine Rechnungssoftware, wie Amainvoice, Billbee oder Easybill laufen lassen.

Qualitätskontrolle

Bevor deine Produkte bei Amazon eingelagert werden, musst du eine Qualitätskontrolle machen. Das kannst du entweder vor Ort, in China machen lassen, nachdem deine Produkte fertig produziert sind. Oder du machst es selbst zu Hause. Zu Beginn ist es besser, sich die Produktqualität selbst anzusehen und sich alle Produkte nach Hause liefern zu lassen. Wir finden den Anbieter Effition Inspection sehr empfehlenswert!

Produktfotos erstellen

Nun benötigst du noch richtig gute Produktfotos. Bitte suche dir einen Fotografen, der sich mit Amazon Bilder auskennt. Denn heutzutage treffen Kunden die Kaufentscheidung meist schon beim Betrachten der Fotos. Achte deshalb darauf, dass alle USPs deines Produktes sofort erkennbar sind.

Produkte zu Amazon schicken

Nachdem du die Qualitätskontrolle durchgeführt hast, musst du die Produkte zu Amazon senden. Dafür erstellst du einfach im Seller Central einen Versandauftrag über DHL oder einen anderen Paketdienstleister.

Bist du bereits aktiver Seller auf Amazon oder kurz davor dein erstes Produkt auf den Markt zu bringen?
Dann spare dir Zeit und Nerven mit unserem Listing Service!

Der Produkt Launch bei Amazon

Jetzt ist dein Produkt bei Amazon online, aber noch nicht sichtbar für die Kunden. Damit es in der Suche weiter nach oben rückt, musst du einen Produkt Launch machen. Das heißt, du sorgst dafür, dass Leute dein Produkt kaufen und du so mit deinem Produkt weiter nach oben rutscht.

2-3 Bewertungen generieren

Damit sich dein Produkt organisch verkauft, benötigst du Minimum 2-3 Bewertungen. Das gibt den Kunden Sicherheit und Vertrauen zu deinem Produkt.

PPC Kampagne starten

Nachdem du die ersten Bewertungen generiert hast, startest du deine PPC Kampagne. Führe dazu eine detaillierte PPC Keyword Recherche durch. Wenn du dich mit Amazon Werbung noch nicht auskennst, kannst du dich gerne bei uns melden. Wir können deine Kampagnen für dich betreuen, oder du nimmst ein persönliches PPC Training von uns in Anspruch, sodass du dir keine Sales entgehen lässt!

After Sales Things der Amazon Checkliste:
Verpackungslizenzierung

Jeder Gewerbetreibende ist dafür verantwortlich, dass der Kunde das von ihm gelieferte Verpackungsmaterial ordnungsgemäß entsorgt. Diese Verantwortung kann ganz einfach mit einer Verpackungslizenz abgeben werden. Dafür musst du dir eine solche Verpackungslizenzierung zulegen.

Produkthaftpflicht Versicherung

Wenn du deine Produkte aktiv verkaufst ist es ratsam eine solche Haftpflicht Versicherung zu haben.

Nachbestellen

Bevor dein Produkt „out of stock“ geht, musst du natürlich nachbestellen. Sonst verlierst du viel Umsatz und auch deinen Best Seller Rang. Bedenke, dass du das Geld schon haben musst, bevor du alle deine Produkte der ersten Bestellung verkauft sind. Sonst kannst du erst verspätet nachbestellen und verlierst Zeit, Geld und neue Chancen. Kalkuliere deshalb die Nachbestellung schon von vornherein mit ein!

Weiter machen:
Neue Produkte finden

Nachdem dein erstes Produkt bereits gut läuft, geht es auf die Suche nach weiteren Bestsellern. Am besten solche, die auch zusammen mit deinem ersten Produkt gekauft werden (Cross Sales) oder zu deiner Marke passen.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Start auf Amazon!
Wenn wir dich im Bereich Listing Erstellung, PPC Kampagnenbetreuung oder Produktfotos unterstützen können, melde dich gerne direkt bei mir!

Viele Grüße und bis zum nächsten Blogbeitrag,
Janine

FAQ – die meist gestellten Fragen rund um die Amazon FBA Checkliste:

Damit du kostenintensive Fehler vermeiden kannst, nutze unsere Amazon FBA Checkliste. So hast du eine gute Übersicht über die wichtigsten Schritte für deinen Weg zu einem erfolgreichen Start bei Amazon.

Ja auf jeden Fall! Sogar mehr als je zuvor! Durch die aktuellen Lockdowns boomt der Onlinehandel. Jedoch ist der Start nicht mehr ganz so einfach wie vor einigen Jahren, informiere dich deshalb gut welche Schritte du setzten musst. Unsere Amazon Checkliste bietet dir hierbei eine übersichtliche Auflistung.

Ja, wir empfehlen nur mit einem Steuerberater an deiner Seite bei Amazon zu starten.

Sehr viel Disziplin, Geschäftssinn und Durchhaltevermögen. Aber das wichtigste: Nie aufgeben und immer an seinen Träumen festhalten. Glaube an dich und deine Idee und finde einen Weg, wie du damit erfolgreich werden kannst.

U'm richtig abzugehen brauchst du für deine Amazon PPC Kampagne zuerst einmal ein perfekt optimiertes Amazon Listing.

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